Was ein dynamischer QR-Code beim Scan misst
Wenn ein dynamischer QR-Code gescannt wird, läuft folgender Ablauf:
- Der Scanner liest die einkodierte Kurz-URL (z. B.
qrt.ch/abc) - Das Telefon ruft diese URL über das Internet ab
- Das QRTool-Backend protokolliert den Aufruf — anonymisiert
- Das Backend antwortet mit einer 301-Weiterleitung auf die hinterlegte Ziel-URL
- Der Browser des Telefons öffnet die Ziel-URL
Im Schritt 3 wird das eigentliche Tracking gemacht. Was dort erfasst wird, ist begrenzt — und genau diese Begrenzung ist der wichtigste Punkt für nDSG-konformes Marketing.
Welche Daten erfasst werden
Bei jedem Scan eines QRTool-Codes werden folgende Datenpunkte anonymisiert erfasst:
- Zeitpunkt: Datum und Uhrzeit des Scans (Sekunden-genau)
- Ungefähre Region: Land und Stadt (abgeleitet aus dem IP-Bereich, keine genaue Adresse)
- Gerätetyp: Smartphone, Tablet oder Desktop
- Betriebssystem: iOS, Android, Windows, macOS, Linux
- Browser: Chrome, Safari, Firefox, etc. (vereinfacht, ohne Versionsnummer)
- Referrer: Falls der Scan aus einer App heraus weitergeleitet wurde
Welche Daten NICHT erfasst werden
Genauso wichtig wie das, was erfasst wird, ist das, was nicht erfasst wird:
- Keine Person-Identifikation: Kein Name, keine E-Mail, keine Kunden-ID
- Keine GPS-Position: Nur grobe Region aus IP-Range, nicht der konkrete Aufenthaltsort
- Keine Telefonnummer: Auch nicht das Telefon-Modell als Identifier
- Kein Cross-Tracking: Scans auf verschiedenen Codes derselben Person werden nicht zusammengeführt
- Keine vollständige IP-Adresse: Die IP wird unmittelbar nach der Geolocation-Lookup gehasht oder verworfen
Das ist nicht zufällig so eingerichtet — es ist die direkte Umsetzung der nDSG-Prinzipien Datenminimierung und Zweckbindung.
Welche Kennzahlen Sie konkret erhalten
Mit einem QRTool-Account sehen Sie pro QR-Code:
- Gesamtzahl Scans seit Erstellung
- Tagesverlauf als Liniengraph
- Geo-Verteilung als Heatmap auf Länder-/Stadt-Ebene
- Gerätetypen als prozentuale Aufteilung
- Top-Scanzeiten (Stunden im Tag, Wochentage)
- Trends im Vergleich zur Vorwoche
Für Marketing-Auswertung reichen diese Daten in der Regel vollständig aus. Sie zeigen, ob die Kampagne wirkt — auch wenn Sie nicht wissen, wer einzeln gescannt hat.
Was Sie über die Ziel-URL messen können
Bis hierher geht es nur um den Scan selbst. Sobald der Nutzer auf der Ziel-Webseite landet, übernimmt Ihr eigenes Tracking-System. Wenn Sie auf der Ziel-Webseite z. B. Google Analytics, Plausible oder Microsoft Clarity installiert haben, sehen Sie dort:
- Welche Seite besucht wurde
- Wie lange der Nutzer geblieben ist
- Welche Aktionen er ausgeführt hat (Klick, Bestellung, Abmeldung)
- Conversion-Rate vom Scan bis zur gewünschten Handlung
Wichtig: Diese Daten sammeln Sie selbst auf Ihrer Webseite — der QR-Code-Anbieter sieht das nicht. Damit haben Sie volle Kontrolle und Transparenz.
Tipps zur sinnvollen Auswertung
1. Setzen Sie UTM-Parameter in der Ziel-URL
Damit verfolgen Sie in Ihrem Webanalyse-Tool, welche QR-Code-Kampagne den Traffic gebracht hat:
https://qrtool.ch/?utm_source=qr&utm_medium=plakat&utm_campaign=stadtfest2026
2. Verwenden Sie verschiedene QR-Codes pro Touchpoint
Wer ein Plakat und einen Flyer mit demselben QR-Code bedruckt, kann später nicht unterscheiden, woher der Scan kam. Lieber zwei separate Codes — einer pro Touchpoint.
3. Definieren Sie eine Ziel-Conversion
Was soll der Nutzer nach dem Scan tun? Newsletter-Anmeldung? Reservation? Kauf? Diese Conversion misst nicht der QR-Code, sondern Ihr Webanalyse-Tool. Aber sie ist die eigentliche Erfolgsmetrik.
4. Vergleichen Sie nicht absolute Scan-Zahlen
500 Scans bei einem Flyer mit 5'000 Auflagen = 10 % Scan-Rate. 500 Scans bei einem Plakat im Bahnhof mit 50'000 Sichtkontakten = 1 % Scan-Rate. Die absolute Zahl sagt wenig — die Relation zur Reichweite ist entscheidend.
Häufig gestellte Fragen
Sehe ich, welche Person den Code gescannt hat?
Nein. Es gibt keine personenbezogenen Daten in den Scan-Statistiken. Sie sehen die Aggregation aller Scans, nicht einzelne Personen.
Was, wenn dieselbe Person den Code mehrfach scannt?
Mehrfach-Scans werden als separate Scans gezählt. Es gibt keine Cookie-Erkennung oder Cross-Device-Tracking.
Wie lange werden die Scan-Daten gespeichert?
QRTool speichert anonymisierte Scan-Daten so lange, wie das Abonnement aktiv ist. Bei Kündigung werden die Daten innerhalb von 30 Tagen gelöscht.
Brauche ich für Scan-Tracking ein Cookie-Banner?
Nein, sofern keine personenbezogenen Daten erfasst werden. Anonymes Scan-Tracking ohne IP-Speicherung und ohne Cookies ist nach nDSG ohne ausdrückliche Einwilligung zulässig — auf der Ziel-Webseite gelten dann allerdings die üblichen Cookie-Regeln Ihres eigenen Analyse-Tools.
Kann ich die Scan-Daten exportieren?
Ja — alle Scan-Daten lassen sich als CSV exportieren, für eigene Auswertung in Excel oder Power BI.
Fazit
QR-Code-Tracking liefert genau die Daten, die Sie für eine seriöse Kampagnen-Auswertung brauchen: Wann wurde gescannt, wo grob, womit, wie oft. Was Sie nicht bekommen — und auch nicht bekommen sollten — sind personenbezogene Daten. Wer das versteht, kann mit dynamischen QR-Codes ehrlich messen, ohne den Datenschutz seiner Kunden zu kompromittieren.
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